Kurssystem
Sprachenfolge
Einführungsphase
Qualifikationsphase
Abiturprüfung
Die Merkmale der Organisationsstruktur der gymnasialen Oberstufe sind:
- die prinzipielle Gleichwertigkeit der Fächer,
- die Gliederung des Kurssystems in Grund-, Leistungs- und Projektkursen
- die Zuordnung der Fächer (außer Religionslehre und Sport) zu Aufgabenfeldern,
- die Festlegung von Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächern,
- die Wahl eines sprachlichen oder naturwissenschaftlichen Schwerpunktes
In der Jahrgangsstufe EF (11) ist der Unterricht in Grundkursen (GK) organisiert, in den Jahrgangsstufen Q1 (12) und Q2 (13) wird das System
der Grund- und Leistungskurse (LK) entfaltet, und in Q2 (13) kommt ab dem Abiturjahrgang 2030 die Belegung
eines Projektkurses dazu.
Auf der Basis des heute an vielen Schulen noch üblichen 45-Minuten-Rasters sind Leistungskurse fünfstündige, Grundkurse i.d.R. dreistündige Kurse.
Da an der EGG seit 2005 das 60-Minuten-Raster für Unterrichtsstunden eingeführt ist, sind Leistungskurse, die automatisch auch die
Abiturfächer 1 und 2 darstellen, von ihrer Unterrichtsdauer vierstündig, also 240 Minuten, und sind damit 15 Minuten länger als an Schulen,
die noch nach dem traditionellen 45-Minuten-Raster unterrichten. In der Jahrgangsstufe EF (11) werden die Grundkurse Deutsch, Englisch, Bioliogie Mathematik (incl. 1 Stunde VF) dreistündig unterrichtet, das sind also mit 180 Minuten 45 Minuten mehr als im traditionellen Stundenraster.
Alle übrigen Grundkurse sind mit 120 Minuten Unterrichtsdauer zweistündig.
Die bei den Grundkursen fehlenden 15 Minuten pro Woche werden durch zusätzliche Methodenstunden, die insbesondere an die Fächer Deutsch,
Englisch und Biologie angegliedert sind, aufgefangen.
Die Unterrichtsdauer der neu einsetzenden Fremdsprachen liegt immer bei 180 Minuten und entspricht damit exakt den 4 Unterrichtsstunden im traditionellen Unterrichtstakt.
Welche Kurse im Einzelfall belegt werden, hängt von dem speziellen Schülerwahlprofil, den Pflichtbedingungen und dem schulspezifischen Angebot ab.
Spätestens ab Klasse 5 (i.d.R. schon in der Grundschule) haben alle Schüler Englischunterricht.
Ein großer Teil hat abhängig von der Prüfungsordnung in der Sekundarstufe I in Klasse 6 oder 7, z.T. auch
in Klasse 8 oder 9 eine zweite Fremdsprache (z.B. Latein, Französisch oder Spanisch) begonnen.
Für die Schüler, die in der Sek I noch keine zweite Fremdsprache
belegt und abgeschlossen haben, oder daran interessiert sind, eine dritte Fremdsprache zu erlernen, bietet die EGG
Spanisch (S0) ab der EF (11) als neu einsetzende Fremdsprache an.
Die Sekundarstufe II beginnt mit der Einführungsphase (EF / Jahrgangsstufe 11). Sie soll die Grundlagen für die Jahrgangsstufen Q1 (Jahrgangsstufe 12) und Q2 (Jahrgangsstufe 13) vermitteln und bietet die Möglichkeit, Unterrichtsfächer, deren Arbeitsweisen und Leistungsfeststellungen, z.B. durch Klausuren (schriftliche Arbeiten) kennen zu lernen. Beachtung sollten dabei auch die Fächer finden, die in der gymnasialen Oberstufe erstmals gewählt werden können oder sich allein schon durch die Möglichkeit der schriftlichen Leistungsüberprüfung von der Sekundarstufe I unterscheiden. Das zentrale Ziel der Einführungsphase (EF) ist es, die Schülerinnen und Schüler systematisch mit inhaltlichen und methodischen Grundlagen der von ihnen belegten Fächer vertraut zu machen, sie auf die Wahl der Leistungskurse vorzubereiten, die mit der Jahrgangsstufe Q1 (12) beginnen, und zu den ausgeprägteren Formen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens hinzuführen.
Die Jahrgangsstufen Q1 (12) und Q2 (13) bilden gemeinsam die Qualifikationsphase.
Ziel der Qualifikationsphase ist es, fachliches, methodisches und fachübergreifendes Lernen so zu ermöglichen
und abzusichern, dass die Studierfähigkeit erreicht wird.
Mit Beginn der Qualifikationsphase wird das Kurssystem in Grund- und Leistungskurse entfaltet, in der Q2 kommt noch ein aus dem Angebot der Schule verpflichtend zu belegender Projektkurs hinzu,
der auf einem in der Q1 als Klausurfach zu belegenden Referenzfach beruht.
Die in der Qualifikationsphase erbrachten Leistungen gehen in die Gesamtqualifikation ein. Hier werden die in den Jahrgangsstufen Q1 (12) und Q2 (13) erbrachten Leistungen zusammenfasst.
Sind die Bedingungen der Qualifikationsphase in den Leistungs- und Grundkursen erfüllt,
werden die Schüler zur Abiturprüfung zugelassen. Diese besteht in den beiden Leistungskursen (1. und 2.
Abiturfach) und einem Grundkurs (3. Abiturfach) aus je einer schriftlichen Prüfung und in einem weiteren
Grundkurs (4. Abiturfach) aus einer mündlichen Prüfung, ab dem Abiturjahrgang 2030 zusätzlich noch einer Präsentationsprüfung im 5. Abiturfach
Seit dem Schuljahr 2006/2007 werden die
Prüfungsaufgaben für die schriftlichen Prüfungen von der obersten Schulaufsichtsbehörde landeseinheitlich gestellt (Zentralabitur).